15. März 2018

Strickjacke Aileas

Im Dezember letzten Jahres habe ich zusammen mit einer Freundin beschlossen,  einen MiniKnitAlong machen und die Jacke Aileas von Isabell Kraemer gemeinsam zu stricken. Eine Jacke von oben ohne Nähte hatten wir bisher noch nicht auf den Nadeln.

Die Suche nach der richtigen Wolle begann. Wir hatten noch Zeit, viele andere Projekte wollten zuvor beendet werden.

Für mich war relativ schnell klar, daß ich die Alberta von Lang Garn verstricken wollte, da ich von dieser edlen Wolle (mit etwas Cashmere) noch ausreichend Material liegen hatte.




Als wir unsere Idee in der Strickgruppe erzählten, waren noch 3 weitere Stricksüchtige Feuer und Flamme und wollten auch mitstricken.

Also fingen wir am 3. Februar gemeinsam an. Jede strickte in ihrem Tempo und mit der von ihr und für sie ausgewählten Wolle.

Ich habe versucht, den anderen immer einen Schritt voraus zu sein, damit ich ihnen bei der Anleitung helfen konnte.
Wir haben uns zwischenzeitlich 4 Mal getroffen und die anderen Strickerinnen haben dabei viele neue Techniken gelernt.

Es macht viel Spaß mit anderen ein und dasselbe Modell, jedoch in seinem persönlichen Stil zu stricken.

Ich habe meine Jacke letztes Wochenende fertiggestellt und möchte euch meine Jacke vorstellen.


Die Jacke wir von der Schulter aus nach unten gestrickt.
Dadurch kann die Form gut angepaßt werden, weil man die Jacke schon anziehen kann.





Das, was wie ein Zopf aussieht, ist keiner, sondern es sind überzogene Maschen.
Dieses Muster findet sich rund um die Jacke überall wieder.


Auch im Kragen wird die "Zopfleiste" fortgesetzt.



Bei ravelry habe ich gesehen, daß eine andere Strickerin einige Partien mit einer Kontrastfarbe abgesetzt hat. Das gefiel mir sehr gut, so daß ich es auch aufgegriffen habe.




Besonders gut gefiel mir der Stehkragen. Er gibt der Jacke den besonderen Pfiff.


 An diesem Bild denke ich sieht man, wie sehr mir die Jacke gefällt und auch steht. Sie ist schön warm und wird mich bestimmt gut durch das bevorstehende Frühjahr begleiten.




Die anderen Strickerinnen sind noch nicht ganz so weit wie ich, aber durch meine fertige Jacke jetzt angespornt, ihre fertig zu stellen.

Wenn das der Fall ist, werden wir bestimmt noch ein Gruppenbild machen.

Vielleicht habt ihr nun ja auch Lust bekommen mit einigen Freundinnen gleichzeitig eine Jacke zu stricken. Es bringt viel Spaß und man  kann sich gut gegenseitig helfen und lernt immer noch etwas Neues dazu. Alleine hätten die anderen sich nie an diese Jacke gewagt.


Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche und verbleibe
Eure Lydia

1. März 2018

Handtasche Milow

Schon seit einiger Zeit schwirrt mir der Schnitt für eine Handtasche mit einem Reißverschlussinnenfach in einer gut händelbaren Größe im Kopf rum.

Als ich den Schnitt für die Tasche Milow 
bei einer Freundin gesehen habe, begann der Plan etwas konkreter zu werden.
Als ich dann im Internet auch noch die neuen Stoffe bei Stoffe.de
sah, konnte ich es kaum abwarten anzufangen. Der bestellte Stoff war schnell da und für die Innenfächer hatte ich auch schon ausreichend Stoffe gesammelt:





Nach der Anleitung sollte ich ein Reißverschlussseitenfach machen. Das war neu für mich, aber mit der Anleitung klappte es wunderbar.





In der Mitte, etwas tiefer gelegt, habe ich zusätzlich zur Anleitung noch ein Reißverschlußfach einge-arbeitet, in das man sein Strickzeug oder eine große Kamera legen kann. So kann nichts aneinanderstoßen und sich gegenseitig stören.



Auch der Reißverschluß mit den versteckten Enden ließ sich gut einnähen.




Am Schönsten ist sie aber von außen.
Nun kann ich bei meinen bevorstehenden Ausflügen alles gut verstauen.


Ich wünsche Euch noch eine sonnige Woche mit eisigem Winterwetter.

Eure Lydia

22. Januar 2018

Reste-Socken am laufenden Band

Mal wieder bekam ich von einer Kundin Wollreste um ihr daraus Socken zu stricken. Da sie mir mustermäßig freie Hand läßt, kann ich mich da kreativ immer gut austoben.




Aus der Hundertwasser-Sockenwolle habe ich mit einem Farbverlauf der Mille Colori Socks and Lace und dem Muster Minecraft ein farblich tolles Paar hinbekommen.




 


Zwei Pinke Reste habe ich mit der Jawoll Farbe 480 kombiniert. Dieses leicht melierte Aubergine finde ich zu schön.




Und zu guter Letzt wurden es dann noch GumGum-Socken.
Zunächst dachte ich, dieses beiden Wollreste in Braun-Rost und Schwarz-Weiß passen gar nicht zusammen, aber mit dieser Stricktechnik fand ich es richtig klasse.


Da die Wolle nicht ganz reichte, habe ich noch einen anderen Farbverlauf und die Jawoll in der Farbe 345 dazu genommen.


Schmeißt eure Wollreste nicht weg und macht auch so tolle Restesocken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
 Auch das ist das Gum-Gum Muster:



Ich wünsche euch eine schöne Woche ohne Schnee- und Sturmkatastrophen.

Eure Lydia

15. Januar 2018

Mein Hinata

Die Geschichte meines Hinatas aus dem Maschenfein-Buch "Tücher stricken" ist die, daß ich dieses Tuch immer schon auf Instagram gesehen habe, das Muster zwar ganz spannend fand, es mich aber auf den meisten Fotos störte, daß das Gestrickte so beulig war. Damit war für mich das Tuch zunächst erledigt.

Im September traf ich in einem Workshop Sandra Groll, die das Tuch auch schon gestrickt hatte und es zufälligerweise dabei hatte.



Ich konnte es in Natura sehen und fühlen und habe mich spontanverliebt.
Weil nach dem Spannen es natürlich ganz "glatt" war und das Material aus Lamana Piura und Premia doppelfädig verstrickt ein Traum ist.

Also bestellte ich mir die Wolle in Farben, die ich noch nicht als Tuch hatte, man muß auch mal umdenken, und nahm mir vor, in einem Wochenendurlaub damit zu beginnen.

Das klappte auch ganz gut. Jedoch ist so ein Wochenendurlaub nicht sehr lang und man kann da ja nicht nur stricken. 2 Rapporte habe ich geschafft.

Danach lag dieses Tuch erstmal wieder, guckte mich manchmal an und ich freute mich ja auch darauf, aber viele andere Sockenpaare wollten auch noch gestrickt werden.
Mein Plan war dann, über die Weihnachtsfeiertage dieses schöne Tuch weiterzustricken und es bis Silvester zu vollenden. Gesagt - getan. Es hat geklappt.


Mein Hinata ist zwar ziemlich groß geworden, aber dadurch kann man es auf sehr unterschiedliche Arten tragen.




Es ist so traumhaft weich und kuschelig.




Und ich finde es ist ein absoluter Hingucker.

 
 

Inzwischen trage ich es jeden 2. Tag und freue mich daran.

Vielleicht habe ich euch jetzt damit angesteckt, es auch zu stricken. Dann sucht euch zwei schöne kontrastreiche Farben aus, und fangt damit an. Es lohnt sich.

Eure Lydia

2. Januar 2018

Mütze Frerik

Mein Neffe wünschte sich zu Weihnachten eine Mütze von mir und das nahm ich dankend zum Anlaß, mal wieder eine neue Mütze zu designen.

Streifen und Beanie waren gewünscht, also habe ich ein Muster gesucht, womit beides machbar ist,  und dann ist diese Mütze dabei herausgekommen:




Das Muster besteht aus rechten und linken Maschen und ist auch für Anfänger geeignet.





Da ich schnell Teststrickerinnen gefunden habe, konnte ich die Anleitung  zeitnah schreiben
und ich habe sie auch schon bei ravelry veröffentlicht.



Vielleicht habt ihr ja Lust sie nachzustricken.


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stricken.
Eure Lydia



1. Januar 2018

Rückblick auf 2017

Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr hineingekommen.
Ich wünsche Euch allen, die ihr immer gerne auf meinen Blog schaut, obwohl ich in letzter Zeit nicht die Fleißigste hier im Posten bin, daß es für euch ein wunderbares Jahr wird, mit Erlebnissen, so wie ihr sie euch wünscht sowie Gesundheit  und Glück.

Im letzten Jahr habe ich viele tolle Socken gestrickt, nicht zuletzt aus dem Soxxbook von Stineundstitch.




Aber auch viele schöne Tücher waren dabei:




Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, wieder ein paar eigene Strickdesigns zu veröffentlichen.

Ich freue mich immer über Euer Feedback, die netten Mails die mich erreichen und auch Anrufe, in denen ich dann Strickhilfe geben kann. Das inspiriert mich zu neuen Ideen und zeigt mir, was ihr stricken möchtet.

Ich wünsche euch einen guten Start in 2018 und verbleibe eure
Lydia



4. Dezember 2017

Weihnachtsdeko durchs Haus

Meine Weihnachtsdeko zum Advent habe ich schon letzte Woche angefangen, so daß sie rechtzeitig fertig war.
Ich nehme euch mal auf einen kleinen Rundgang mit. Kommt mit rein:




Die Holzengel habe ich neulich mit ein paar Freundinnen in einer Tischlerwerkstatt selbst gemacht.

Das schöne Willkommensschild hat mir eine begeisterte Leserin geschickt. Vielen Dank noch mal dafür.




Meine Engel haben auch dieses Jahr wieder eine glanzvolle Bühne gefunden.




Auf dem Klavier finden sich immer so einige Kerzen, Zapfen und Kugeln zusammen.



Die Shabby-Tür habe ich dieses Jahr ganz besonders in Szene gesetzt. Die Tannengirlande lag sonst meist auf dem Klavier oder hing am Treppengeländer. Dieses Jahr ist sie der Hingucker an der Tür.


Diesen Kasten/ Lade oder wie immer man das Teil bezeichnen möchte, habe ich auf dem Wintermarkt bei SeasideNo64 gefunden. Man kann darin wunderbar Schätze aufbewahren oder dekorieren.

Zwischendurch habe ich noch ein paar Vanillekipferl gebacken. Nicht ganz so gut wie meine Oma sie seinerzeit machte, aber nah dran. Dieses Rezept ist von hier.




Ich wünsche Euch eine schöne 1. Dezemberwoche.

Eure Lydia

13. November 2017

Ich liebe Mützen...

...weil ich davon immer nur eine stricken muß.

Aber nicht nur deswegen. Mützen sind Projekte, die man schon gut vorher im Kopf planen kann und wenn sie dann erstmal auf den Nadeln sind, auch schnell vorwärts kommen, Gestalt annehmen und eh man sich versieht, weil man nicht aufhören kann, auch schon wieder fertig.



Bei dieser Mütze wollte ich zwei Garne in gleicher Stärke zusammenbringen. Man muß zwar mit 2 Fäden gleichzeitig stricken, aber jeweils immer 2 Maschen, das geht relativ einfach.

Die Anleitung ist der Pom pom hat bei ravelry.







Da die graue Mütze so ein Hingucker wurde, habe ich noch eine in schwarz gestrickt, zumal ich von dem bunten Garn noch gut was übrig hatte.






Hebemaschen sind diesen Herbst ja sehr beliebt und da mußte dann auch eine Mütze in dieser Technik her. Mit dem passenden veganen Fellbommel ist sie doch perfekt für den Winter geeignet.






In der Zeitshrift Kreativ Stricken fand ich diese Mütze. Gestrickt mit der Camino Alpaca und der Mille Colori Baby als Farbtupfer, ist sie nicht so dick, aber durch das Alpaka schön warm.



Von Lamana gibt es ein neues Anleitungsheft, in dem ich diese Fairisle Mütze fand. Die Bergamo
 verstrickt sich zweifädig sehr gut und ist kuschelig warm.

Das wird bestimmt nicht die letzte Mütze gewesen sein, die ich damit diesen Winter gestrickt habe.

Ich wünsche Euch eine schöne November-Woche. Heute sieht es nach etwas Sonne aus. So liebe ich den Herbst.

Eure Lydia

6. November 2017

Im Tücher-Rausch

Am Freitag wurde ich ganz dezent darauf aufmerksam gemacht, daß ich doch schon lange nichts mehr gepostet habe. Danke, liebe Karin, daß du jeden Tag hier vorbeischaust. In den letzten Wochen war sehr viel um mich herum los und da kam ich nicht wirklich dazu, hier zu posten.

Ich will mich aber wieder etwas bessern. Darum will ich euch heute auch gleich zwei meiner Tücher zeigen, die ich in den letzten Wochen gestrickt habe.

 Nachdem ich  bei den Workshops in Plauen von Hebemaschen infiziert wurde, habe ich das schöne Tuch von Sylvie Rasch "Im Blätterwald" angeschlagen.

Mit der Merino 130 von Lang Garn strickte es sich ganz geschwind.




Sylvie Rasch gibt in ihrem Buch "Mosaik Dreieckstücher stricken" die Anleitung für ihre Tücher in symetrisch oder asymetrisch. Ich bin ja mehr fürs Asymetrische, so daß dieses Tuch dann auch diese Form bekommen hat. Ich finde, es läßt sich so besser drappieren.





Anschließend habe ich mit unterschiedlicher Wolle noch etwas das Mosaikstricken geübt:





An diesem Schal-Tuch von Mairlynd habe ich etwas länger gestrickt. Es ist sehr vielfältig zu tragen, und so etwas liebe ich ja. Deshalb habe ich durchgehalten und wurde auch mit einem tollen Ergebnis belohnt.





Es ist das A Twist to it 
und ich habe es mit der Finest Wool von Schoppel gestrickt. Ein zartes Grau mit einem leichten Melange Effekt. Traumhaft.



 Wir hatten viel Spaß beim fotografieren der Bilder, wie ihr euch denken könnt.





Ich werde mich bemühen, meinen nächsten Post nicht in allzu weite Ferne zu schieben.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.
Ich darf heute schon mal die Woll-Neuheiten von Lang Garn fühlen und sehen, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Darauf freue ich mich schon.

Eure Lydia

18. September 2017

Workshops mit hauchzarten Maschen

Am Wochenende haben wir einen kleinen Ausflug Richtung Sachsen und das Vogtland unternommen.

Bei kräftigen Regenschauern fuhren wir nach Leipzig. Zum Glück leuchtete meine grüne Socke (ich habe übrigens beide Socken auf der Fahrt geschafft zu stricken) als Lichtblick heraus.

In Leipzig hatten wir zum Glück tolles Wetter und konnten mit einem phantastischen Stadtführer die Höhepunkte der Stadt erkunden.
Leipzig von oben ist toll.



Wir waren in vielen Passagen, 


und auch Kirchen (Nicolaikirche).



Weiter ging es am Samstag zur Hausmesse bei einem Großhändler für Wolle und Kurzwaren nach Plauen.
Dort hatte ich u.a. zwei Workshops bei Sandra Groll, die für Maschenfein unterwegs war.


Bei Sandra konnte ich meine Kenntnisse für Hebemaschen und verkürzte Reihen vertiefen. Auch das Hinata-Tuch, das ich in Natura sehen und fühlen durfte, hat es mir inzwischen angetan und ich habe mir auch schon Wolle und Farben dafür ausgesucht. Mal sehen, wann ich es schaffe anzuschlagen.


Hier sind meine Maschenproben aus den Workshops. Auch dafür gab es tolle Wolle, und zwar die Premia und Como von Lamana.



Die Stadt von Plauen habe ich dann nur Abends bei Beleuchtung gesehen. Eine schöne Altstadt, doch die Zeit für mehr war leider nicht drin.



Die Fahrtstrecke in den Norden zurück ist doch nicht ohne.



Ein schönes Wochenende mit vielen Inspirationen und schönen Begegnungen.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

Eure Lydia